Dienstag, 15 November 2016 15:54
Kategorien: Presse , Planung / Organisation > Transplantation / Gewebe

Organspende/Transplantationsmedizin - Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern helfen Patienten auf der Warteliste

Schwerin, 15. November 2016. Seit vielen Jahren warten immer noch über 10.000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. Die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich auf dem Sektor der Organspende, um die Situation von Patienten, die dringend eines Spenderorgans bedürfen, zu verbessern, informiert der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Gagzow.

Gemeinsam mit der Landesregierung, den Krankenkassen und der Ärztekammer organisiert die Krankenhausgesellschaft unter Federführung der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) in diesem Jahr zum dritten Mal einen Organspendetag MV. Ziel dieser Veranstaltung, die am 17. November 2016 in Schwerin stattfindet, ist es, allen Mitarbeitern in den Kliniken, die sich in besonderer Weise um die Vermittlung von Spenderorganen bemühen, für ihr Engagement zu danken. Darüber hinaus werden an diesem Tag besonders engagierte Persönlichkeiten, die sich dieser psychisch sehr belastenden Aufgabe widmen, geehrt. Weiterhin wird diese Fachtagung zur Vermittlung von konkreten Informationen über den neuesten wissenschaftlichen Stand der Transplantationsmedizin und die politischen Rahmenbedingungen genutzt, informiert Gagzow.
„Wir freuen uns in diesem Jahr insbesondere, die Universitätsmedizin Rostock für ihr Engagement in der Organspende- und Transplantationsmedizin ehren zu können. Wichtig ist die Unterstützung der für die Organspende verantwortlichen Fachleute in den Kliniken durch die Leitung des Krankenhauses. Hier sind gerade in jüngster Zeit in der Universität Rostock Strukturen entstanden, die mit dafür ursächlich sind, dass viele Patienten durch die Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern Hilfe erfahren“, so Gagzow.
Nur durch die enge Kooperation zwischen der DSO und den hierfür geeigneten Kliniken und deren verantwortlichen Mitarbeitern konnte die Organspende unter konsequenter Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Patienten und ihrer Angehörigen so gut entwickelt werden, wie es in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen ist .
So hat der Arbeitskreis für Organspende und Transplantationsmedizin der Krankenhausgesellschaft MV einmütig beschlossen, ergänzende Daten, die eine bessere Übereinstimmung von Organen und Empfängern sichern sollen, an die DSO zu liefern. Aus Sicht der Klinikvertreter ist die hiermit verbundene zusätzliche bürokratische Belastung gerechtfertigt, um den Willen des Spenders zu respektieren und möglichst vielen wartenden Patienten helfen zu können, beschreibt Gagzow das über die gesetzlichen Verpflichtungen deutlich hinausgehende Engagement.

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